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Hundetraining

Kann man auch ältere Hunde erziehen?

Die Erziehung eines Hundes hört nie auf, ganz gleich, welches Alter das Tier erreicht hat. Es handelt sich hierbei um einen fortlaufenden Prozess, bei welchem Hund und Halter stetig dazulernen können. Beide Seiten profitieren davon, wenn auch im erhöhten Alter des Haustieres Zeit und Arbeit in Erziehungsmaßnahmen gesteckt werden. Viele ältere Hunde profitieren von Auffrischungsübungen und es steht außer Frage, dass die Hunde die Zeit gemeinsam mit dem Halter genießen.

Hunde gehören zu den intelligentesten Tieren, die vom Menschen domestiziert wurden. Über die Jahrtausende wurde der Hund zu unserem ständigen Begleiter und er wird nicht ohne Grund als bester Freund des Menschen bezeichnet. Für viele Leute ist es ein großer Wunsch, einmal im Leben Hundebesitzer zu sein. Mit einem Hund an der eigenen Seite kommt jedoch eine große Verantwortung daher. Das gilt auch für ältere Tiere, denn diese benötigen oft eine besondere Zuwendung und nicht selten auch medizinische Betreuung. Ein großer Fehler, der häufig begangen wird, ist älteren Hunden nichts Neues mehr zuzumuten. Dies ist jedoch ein Denkfehler, denn auch alte Hunde lieben es, neue Dinge zu erlernen.

Ein alter Hund hat tatsächlich noch nicht ausgelernt

Wie beim Menschen ist auch bei Tieren der Umstand vorhanden, dass man nie ausgelernt hat. Es gibt immer etwas Neues, durch welches man seinen Horizont und Wissensstand erweitern kann. Ob man nun bereits Gelerntes noch einmal auffrischt oder sich an neue Themengebiete herantraut, spielt erst einmal keine Rolle. Wichtig ist, dass man den Kopf beschäftigt und sich nicht selbst unterfordert. Dies gilt auch für den treuen Vierbeiner, denn alte Hunde können schnell an Langeweile leiden.

Man darf nie unterschätzen, wie leistungsfähig das Denken eines alten Vierbeiners sein kann. Natürlich gibt es Ausnahmen und nicht jeder Hund ist gesundheitlich in der Lage, im hohen Alter noch in die Hundeschule oder zu einem Hundesportverein zu gehen. Dies muss der Halter im Einzelfall abwägen und möglicherweise auch mit dem behandelnden Tierarzt abklären, doch im Generellen spricht nichts dagegen, sich mit einem älteren Hund in diese Richtung zu engagieren.

Warum auch ältere Hunde noch einmal eine Erziehungsauffrischung erhalten sollten

Es existieren in der Tat zahlreiche Gründe, weshalb auch ältere Hunde noch einmal mit Erziehungsübungen in Kontakt kommen sollten. Dies betrifft zum Beispiel Hunde, die einen anderen Vorhalter vorweisen und nicht gut ausgebildet wurden. Tierheimhunde wären diesbezüglich zu nennen, denn diese werden oft an solche Einrichtungen abgegeben, wobei sie kaum Erziehungswissen besitzen. Auf Dauer kann dies natürlich nicht so bleiben und daher ist es wichtig, diese Lektionen nachzuholen, sodass der Hund bei Fuß läuft, weiß, wann er sitzen oder liegen soll, und andere grundlegende Kommandos beherrscht.

Bei der Suche nach Gründen für eine Erziehungsauffrischung bei einem Hund, der offiziell in die Jahre gekommen ist, muss man weitere Aspekte nennen. So spielen auch die nachfolgenden Punkte eine wichtige Rolle dabei, ältere Hunde auszubilden und durch Denksport zu beschäftigen:

  • Gute Beschäftigung für den Kopf des Hundes
  • Übungen halten den Hund mental fit
  • Es ist eine Beschäftigung und Bindungszeit für Mensch und Tier
  • Der Hund kommt mit Artgenossen in Kontakt (immerhin ist der Hund ein Rudeltier)

Ältere Hunde können von jüngeren Artgenossen profitieren

Beim Training der Hunde ist es stets empfehlenswert, ein Rudel einzubeziehen. Hunde sind Gruppentiere und sie bevorzugen es, in der Gesellschaft von Artgenossen zu leben. Daher raten viele Hundeexperten dazu, zumindest 2 Hunde zu halten oder dem einen Hund einen stetigen Kontakt mit anderen Vierbeinern zu erlauben. Dies wäre durch die Teilnahme an einem öffentlichen Hundetraining möglich.

Gerade junge Hunde, die noch sehr verspielt sind und bezüglich Sozialverhalten einiges zu lernen haben, können ältere Artgenossen dazu bringen, noch einmal aufzublühen. Es ist wunderbar, zu beobachten, wie junge und alte Hunde zusammen interagieren. Menschen können sich diesbezüglich so manchen Aspekt abschauen. Während die Jungspunde die Alten zum Spielen animieren, können die erfahreneren Vierbeiner die Jungtiere auch mal in ihre Schranken weisen, wenn diese zu weit gehen.

Eine Mischung von jungen und älteren Hunden ist ideal, um eine Trainingsgruppe zu kreieren. Selbstverständlich gilt es zu testen, ob sich alle Hunde untereinander vertragen, aber in den allermeisten Fällen stellt dies kein Problem dar, denn in einem Rudel herrscht Dynamik und eine Hierarchie. Hunde, die zu weit gehen, werden vom Rudel zurechtgewiesen und das auf eine Art, wie es der Halter nie tun könnte. Davon abgesehen ist es für Rudeltiere einfach gesund, Zeit mit Artgenossen zu verbringen.

Alte Hunde lernen gerne neue Tricks und Kniffe

Kommen wir zu dem Vorurteil, dass alte Hunde nicht gerne dazulernen und neue Dinge annehmen. Auf den Menschen mag dieses Vorurteil teilweise zutreffen, aber bei Hunden sieht die Sache anders aus. Der Hund ist von Natur aus ein sehr neugieriges Tier. Alles, was neu ist, kann auch großes Interesse wecken. Natürlich muss man auch hier den Einzelfall sehen, denn nicht jeder Hund ist neugierig.

Man kann das Training jedoch wesentlich interessanter gestalten, indem man mit Belohnungen wie Streicheleinheiten oder Leckerlis arbeitet. Liebe geht auch beim Hund durch den Magen und wenn eine Übung nach erfolgreicher Durchführung mit einer schmackhaften Belohnung abgerundet wird, dann ist eine ganz andere Motivation vorhanden, diese Übungen auch als älterer Hund mitzumachen. Daher ist es sinnvoll, solche Methoden einzusetzen, um selbst älteren Hunden erfolgreich neue Tricks und Kniffe beizubringen.